Maschinisten

Warum gibt es eine Maschinistengruppe in der Feuerwehr Geretsried?

Mit dem Einzug von technischen Gerätschaften und Fahrzeugen in die Feuerwehren entstand eine neue und wichtige Funktion: „Der Maschinist“. Zu den Aufgaben des Maschinisten gehört neben dem Fahren der Feuerwehrfahrzeuge, das Bedienen der Pumpen, der Hydraulikaggregate sowie der Schaum- und Stromerzeuger. Weiter ist der Maschinist für die Herausgabe der Gerätschaften aus dem Fahrzeug und für die Sauberkeit und Einsatzbereitschaft des Fahrzeugs nach Einsätzen und Übungen verantwortlich und noch vieles mehr. Zusammengefasst ist der Maschinist der Spezialist für Fahrzeuge und Gerätschaften in Übung und Einsätzen. Zum Maschinisten weiterbilden kann sich jeder, der das 21. Lebensjahr erreicht hat, erfolgreich die Truppmann-Ausbildung absolviert hat, den Führerschein der Klasse C und natürlich eine persönliche Eignung besitzt.

Was kann die Maschinistengruppe der Feuerwehr Geretsried leisten?

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, bilden wir junge Kameradinnen und Kameraden auf Landkreisebene in einem 40-stündigen Lehrgang zum „Maschinist für Tragkraftspritzen und Löschfahrzeuge“ aus. In diesem Lehrgang werden die Grundfertigkeiten eines Maschinisten vermittelt, beispielsweise Kenntnisse die für das Betreiben einer Pumpe oder eines Stromerzeugers notwendig sind oder Grundlagen der Wasserförderung über längere Schlauchstrecken. Nachdem dieser Lehrgang sich auf die Grundlagen beschränkt und für alle Feuerwehren Bayerns allgemeingültig ist, erfolgt im zweiten Schritt die Vertiefung der Kenntnisse an den eigenen Gerätschaften und Fahrzeugen. Frisch vom Lehrgang durchlaufen unsere „Jungmaschinisten“ zahlreiche Übungsfahrten, bei denen der Umgang mit dem Fahrzeug und der Gerätschaften bis zum Reifegrad der Routine geübt werden, bis sie abschließend vom Obermaschinisten mit dem jeweilig geübten Fahrzeug eine Prüfungsfahrt genießen.

So gewährleisten wir, dass der Maschinist der hohen Anforderung an Pflichtbewusstsein sowie dem hohen Maß an Verantwortung für Mannschaft und Geräte gerecht wird, und ein geregelter sowie vor allem sicherer Übungs- und Einsatzdienst möglich ist.

Aber auch nach bestandener Prüfung heißt es nicht "auf die faule Haut legen"! Denn bei einem Fuhrpark von 16 Fahrzeugen muss ständig das Wissen aufgefrischt oder die Handhabung neuer Gerätschaften erlernt werden. Dafür treffen wir uns jeden Monat einmal und üben unter der Federführung unserer Obermaschinisten.

Damit die Fahrzeuge, besonders jedoch die, die weniger oft benötigt werden, keine Standschäden erleiden, führen wir regelmäßig sogenannte Bewegungsfahrten durch. Bei diesen Fahrten werden die Fahrzeuge sowie sämtliche Gerätschaften „auf Herz und Nieren“ überprüft, damit nicht im Einsatz festgestellt werden muss, dass das Gerät oder Fahrzeug nicht funktioniert wenn es gerade dringend benötigt wird.

Aber auch interessante Sonderausbildungen, wie z.B. ein Fahrsicherheitstraining für LKWs auf einer Fahrsicherheitsstrecke in Augsburg, der Drehleitermaschinistenlehrgang an einer staatlichen Feuerwehrschule sowie Ausbildungen im Rahmen des Katastrophenschutzes zur Hochwasserbekämpfung stehen über das auf dem Programm. Natürlich stehen unsere Maschinisten auch zu Übungen anderer Fachbereiche, z.B. für die Jugend- oder Atemschutzgruppe, immer parat.

Welche Ressourcen stehen der Maschinistengruppe zur Verfügung?

Um all diese Aufgaben erfüllen zu können, stehen der Geretsrieder Wehr zur Zeit 35 Maschinisten zur Verfügung, wovon elf zusätzlich zum Drehleitermaschinisten ausgebildet wurden. Des Weiteren unzähliche Gerätschaften jeglicher Art, von A wie Armarturen bis Z wie Zelt, die den Rahmen dieser Seite sprengen würden.

Geleitet wird der Fachbereich Maschinisten durch Hauptfeuerwehrmann Thomas Kinkal und Löschmeister Giancarlo Bruno.


 

 



 

 

 

 

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